Internationaler Austausch und Einblicke in die Führhundarbeit

Januar 2026

Internationaler Austausch und Einblicke in die Führhundarbeit

Im Dezember 2025 konnte der Verein einen besonderen internationalen Austausch realisieren. Eine Anfrage aus China, die über die Deutsche Botschaft an uns herangetragen wurde, führte zu einem intensiven fachlichen Dialog mit Vertreter*innen einer Führhundschule sowie Parteisekretären aus China.

Fachlicher Austausch mit China zur Führhundausbildung

Im Mittelpunkt des Austauschs standen Fragen zur Ausbildung von Blindenführhunden sowie insbesondere zur Zuchtarbeit in Deutschland. Die Kolleg*innen aus China zeigten großes Interesse an unseren Strukturen, Standards und Erfahrungen. Der Austausch war von Offenheit und gegenseitigem Respekt geprägt und bot für beide Seiten wertvolle Einblicke.

Der Kontakt soll künftig weiter gepflegt und ausgebaut werden, um den internationalen Wissenstransfer im Bereich der Führhundarbeit langfristig zu fördern.

Studierende der Hochschule Bochum im Gespräch mit dem Verein

Darüber hinaus durften wir Studierende der Hochschule Bochum begrüßen, die sich im Rahmen eines Interviews mit der Arbeit unseres Vereins beschäftigt haben. Sebastian, 1. Vorsitzender des Vereins, stand den Studierenden als Ansprechpartner zur Verfügung und stellte den Kontakt zu unserer Führhundhalterin Miriana her.

In einem sehr angenehmen und offenen Gespräch – wie Miriana im Nachgang berichtete – ging es vor allem um das Leben mit einem Blindenführhund:
Wie kommt man zu einem Führhund?
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?
Und welche zahlreichen Schritte durchläuft ein Hund von der Zucht über die Ausbildung bis hin zum Einsatz im Alltag?

Das große Interesse und die wertschätzenden Fragen der Studierenden zeigten, wie wichtig Aufklärungs- und Bildungsarbeit rund um das Thema Führhunde ist. Der Austausch leistete damit einen wichtigen Beitrag zur Sichtbarkeit unserer Vereinsarbeit und zur Sensibilisierung für die Bedürfnisse von blinden und sehbehinderten Menschen.

09.12.2025: Neuer Vorstand gewählt

Dezember 2025

09.12.2025: Neuer Vorstand gewählt: Der Deutsche Blindenführhunde e.V. verbindet bewährte Stärke mit neuen Impulsen

Am Samstag, den 15. November 2025, fand die Mitgliederversammlung des Deutsche Blindenführhunde e.V. statt. Im Rahmen dieser Versammlung wurden zentrale Ämter des Vorstandes neu besetzt: Die Position des 1. Vorsitzenden sowie der Schatzmeisterin. Diese Neuwahlen wurden notwendig, nachdem die bisherigen Amtsinhaber ihre Aufgaben aus persönlichen Gründen niedergelegt hatten.

Ein besonderer Dank an Andreas und Gritta Schmelt

Der Verein verabschiedete sich mit großem Respekt und tiefer Dankbarkeit von Andreas Schmelt, der viele Jahre lang mit außergewöhnlichem Engagement das Amt des 1. Vorsitzenden ausfüllte. Aus persönlichen und gesundheitlichen Gründen entschied er sich nun, seine Funktion abzugeben. Der Verein würdigt ihn für seine unermüdliche Arbeit, seine Verlässlichkeit und die nachhaltige Entwicklung, die er dem Verein ermöglicht hat.

Ebenso verabschiedet wurde Gritta Schmelt, die über viele Jahre hinweg als Schatzmeisterin wirkte und sich mit großem Fachwissen und stetigem Einsatz um die finanziellen Belange des Vereins kümmerte. Ihre Arbeit bildete eine wesentliche Säule für Stabilität und Transparenz.

Beiden spricht der Deutsche Blindenführhunde e.V. seinen aufrichtigen Dank für die geleistete Arbeit aus – verbunden mit der Hoffnung, dass sie dem Verein weiterhin mit ihrem wertvollen Know-how und ihrer Erfahrung verbunden bleiben.

Sebastian Cramer wird neuer 1. Vorsitzender

Zum neuen 1. Vorsitzenden wurde Sebastian Cramer gewählt. Er bringt rund 16 Jahre Erfahrung aus der Chemie- und Pharmaindustrie mit, zuletzt in der Rolle des Inklusionsbeauftragten. Dank seiner beruflichen Laufbahn verfügt er über ein breites Netzwerk in die Wirtschaft. Seine aktive Arbeit im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) ermöglichen ihm wertvolle politische Kontakte, die der Vereinsarbeit zugutekommen werden.

Seinen ersten Kontakt zum Verein fand Sebastian über seine Lebensgefährtin, die blind ist und einen Führhund an ihrer Seite als treue Begleiterin hat. Diese persönliche Nähe zum Thema prägt sein Verständnis für die Bedeutung von Führhunden und ihre Rolle im Alltag.

Er formuliert seine Motivation und sein Verständnis für die Arbeit im Verein so:

„Ich habe in den letzten Jahren Stück für Stück verstanden, welch riesiger, fein abgestimmter Apparat hinter jedem einzelnen Führhund steht – von der Zucht und Aufzucht, über Patenschaften und Ausbildung, bis zur Einarbeitung, Gespannprüfung und am Ende auch der Verrentung dieser Hunde. Und je mehr ich gelernt habe, desto mehr wurde mir klar:
Das ist nicht einfach ein System. Das ist ein Netzwerk aus Herzblut, Verantwortung und Liebe.“

Zu seinen Zielen als neuer Vorsitzender gehören insbesondere:

  • Modernisierung der internen und externen Kommunikation
  • Stärkere Einbindung der Mitglieder in die Vereinsarbeit  
  • Fokussierung auf das Thema Zucht  
  • Weiterentwicklung entlang der Leitlinie „Begleiter der Hunde von der Liege bis zur Barre“  

Cindy Kotlinsky-John übernimmt das Amt der Schatzmeisterin

Als neue Schatzmeisterin wurde Cindy Kotlinsky-John gewählt. Sie verfügt über fundierte berufliche Erfahrung im Bereich Buchhaltung und bringt damit genau die Expertise mit, die der Verein für eine solide und transparente Finanzführung benötigt. Ihr Fachwissen bietet dem Vorstandsteam wertvolle Unterstützung und schafft stabile Strukturen für die kommenden Jahre.

Ein wieder vollständig aufgestellter Vorstand – bereit für die Zukunft

Mit der Wahl von Sebastian Cramer und Cindy Kotlinsky-John ist der Vorstand des Deutsche Blindenführhunde e.V. nun wieder komplett besetzt. Gut aufgestellt, motiviert und mit frischem Wind geht der Verein gestärkt in die kommenden Jahre.