Internationaler Austausch und Einblicke in die Führhundarbeit

Januar 2026

Internationaler Austausch und Einblicke in die Führhundarbeit

Im Dezember 2025 konnte der Verein einen besonderen internationalen Austausch realisieren. Eine Anfrage aus China, die über die Deutsche Botschaft an uns herangetragen wurde, führte zu einem intensiven fachlichen Dialog mit Vertreter*innen einer Führhundschule sowie Parteisekretären aus China.

Fachlicher Austausch mit China zur Führhundausbildung

Im Mittelpunkt des Austauschs standen Fragen zur Ausbildung von Blindenführhunden sowie insbesondere zur Zuchtarbeit in Deutschland. Die Kolleg*innen aus China zeigten großes Interesse an unseren Strukturen, Standards und Erfahrungen. Der Austausch war von Offenheit und gegenseitigem Respekt geprägt und bot für beide Seiten wertvolle Einblicke.

Der Kontakt soll künftig weiter gepflegt und ausgebaut werden, um den internationalen Wissenstransfer im Bereich der Führhundarbeit langfristig zu fördern.

Studierende der Hochschule Bochum im Gespräch mit dem Verein

Darüber hinaus durften wir Studierende der Hochschule Bochum begrüßen, die sich im Rahmen eines Interviews mit der Arbeit unseres Vereins beschäftigt haben. Sebastian, 1. Vorsitzender des Vereins, stand den Studierenden als Ansprechpartner zur Verfügung und stellte den Kontakt zu unserer Führhundhalterin Miriana her.

In einem sehr angenehmen und offenen Gespräch – wie Miriana im Nachgang berichtete – ging es vor allem um das Leben mit einem Blindenführhund:
Wie kommt man zu einem Führhund?
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?
Und welche zahlreichen Schritte durchläuft ein Hund von der Zucht über die Ausbildung bis hin zum Einsatz im Alltag?

Das große Interesse und die wertschätzenden Fragen der Studierenden zeigten, wie wichtig Aufklärungs- und Bildungsarbeit rund um das Thema Führhunde ist. Der Austausch leistete damit einen wichtigen Beitrag zur Sichtbarkeit unserer Vereinsarbeit und zur Sensibilisierung für die Bedürfnisse von blinden und sehbehinderten Menschen.

09.12.2025: Neuer Vorstand gewählt

Dezember 2025

09.12.2025: Neuer Vorstand gewählt: Der Deutsche Blindenführhunde e.V. verbindet bewährte Stärke mit neuen Impulsen

Am Samstag, den 15. November 2025, fand die Mitgliederversammlung des Deutsche Blindenführhunde e.V. statt. Im Rahmen dieser Versammlung wurden zentrale Ämter des Vorstandes neu besetzt: Die Position des 1. Vorsitzenden sowie der Schatzmeisterin. Diese Neuwahlen wurden notwendig, nachdem die bisherigen Amtsinhaber ihre Aufgaben aus persönlichen Gründen niedergelegt hatten.

Ein besonderer Dank an Andreas und Gritta Schmelt

Der Verein verabschiedete sich mit großem Respekt und tiefer Dankbarkeit von Andreas Schmelt, der viele Jahre lang mit außergewöhnlichem Engagement das Amt des 1. Vorsitzenden ausfüllte. Aus persönlichen und gesundheitlichen Gründen entschied er sich nun, seine Funktion abzugeben. Der Verein würdigt ihn für seine unermüdliche Arbeit, seine Verlässlichkeit und die nachhaltige Entwicklung, die er dem Verein ermöglicht hat.

Ebenso verabschiedet wurde Gritta Schmelt, die über viele Jahre hinweg als Schatzmeisterin wirkte und sich mit großem Fachwissen und stetigem Einsatz um die finanziellen Belange des Vereins kümmerte. Ihre Arbeit bildete eine wesentliche Säule für Stabilität und Transparenz.

Beiden spricht der Deutsche Blindenführhunde e.V. seinen aufrichtigen Dank für die geleistete Arbeit aus – verbunden mit der Hoffnung, dass sie dem Verein weiterhin mit ihrem wertvollen Know-how und ihrer Erfahrung verbunden bleiben.

Sebastian Cramer wird neuer 1. Vorsitzender

Zum neuen 1. Vorsitzenden wurde Sebastian Cramer gewählt. Er bringt rund 16 Jahre Erfahrung aus der Chemie- und Pharmaindustrie mit, zuletzt in der Rolle des Inklusionsbeauftragten. Dank seiner beruflichen Laufbahn verfügt er über ein breites Netzwerk in die Wirtschaft. Seine aktive Arbeit im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) ermöglichen ihm wertvolle politische Kontakte, die der Vereinsarbeit zugutekommen werden.

Seinen ersten Kontakt zum Verein fand Sebastian über seine Lebensgefährtin, die blind ist und einen Führhund an ihrer Seite als treue Begleiterin hat. Diese persönliche Nähe zum Thema prägt sein Verständnis für die Bedeutung von Führhunden und ihre Rolle im Alltag.

Er formuliert seine Motivation und sein Verständnis für die Arbeit im Verein so:

„Ich habe in den letzten Jahren Stück für Stück verstanden, welch riesiger, fein abgestimmter Apparat hinter jedem einzelnen Führhund steht – von der Zucht und Aufzucht, über Patenschaften und Ausbildung, bis zur Einarbeitung, Gespannprüfung und am Ende auch der Verrentung dieser Hunde. Und je mehr ich gelernt habe, desto mehr wurde mir klar:
Das ist nicht einfach ein System. Das ist ein Netzwerk aus Herzblut, Verantwortung und Liebe.“

Zu seinen Zielen als neuer Vorsitzender gehören insbesondere:

  • Modernisierung der internen und externen Kommunikation
  • Stärkere Einbindung der Mitglieder in die Vereinsarbeit  
  • Fokussierung auf das Thema Zucht  
  • Weiterentwicklung entlang der Leitlinie „Begleiter der Hunde von der Liege bis zur Barre“  

Cindy Kotlinsky-John übernimmt das Amt der Schatzmeisterin

Als neue Schatzmeisterin wurde Cindy Kotlinsky-John gewählt. Sie verfügt über fundierte berufliche Erfahrung im Bereich Buchhaltung und bringt damit genau die Expertise mit, die der Verein für eine solide und transparente Finanzführung benötigt. Ihr Fachwissen bietet dem Vorstandsteam wertvolle Unterstützung und schafft stabile Strukturen für die kommenden Jahre.

Ein wieder vollständig aufgestellter Vorstand – bereit für die Zukunft

Mit der Wahl von Sebastian Cramer und Cindy Kotlinsky-John ist der Vorstand des Deutsche Blindenführhunde e.V. nun wieder komplett besetzt. Gut aufgestellt, motiviert und mit frischem Wind geht der Verein gestärkt in die kommenden Jahre.

17.11.2014: Blinden- und Sehbehindertenführung in Lübeck

November 2024

17.11.2024: 2. Blinden- und Sehbehindertenführung in Lübeck

„Schauen Sie mal da drüben, die Türme des Doms!…..Sehen Sie mal dort, welch schöne Farben!“

Diese und ähnlich Sätze kennen wir (fast) alle, immer tauchen sie auf, wenn wir Lübecks schöne Altstadt Touristen oder anderen interessierten Menschen zeigen.Was aber, wenn die Gäste gar nicht schauen können, wenn sie ganz wenig bis gar nichts erkennen, da sie blind oder sehbehindert sind?

 

In solch einem Fall stehen Gästeführer*innen mit all ihrem Wissen erst einmal – im wahren Sinne des Wortes – doof da.

Silke Stender und Stephanie Ullrich vom Verein Lübecker Stadtführer e.V. haben sich Gedanken gemacht und dann selbst die Initiative ergriffen.

Mit viel Überlegung und Fingerspitzengefühl planten sie die Initialführung für eine neue Blinden- und Sehbehindertenführung in ihrer Heimatstadt Lübeck.

Und diese wurde ein voller Erfolg: 

Am 2. Juni 2024 fand dann die Premiere statt: um zehn Uhr läuteten Lübecks Kirchenglocken zur ersten offiziellen Blinden- und Sehbehindertenführung auf Spendenbasis zugunsten des Deutsche Blindenführhunde e.V.

Das Feedback der Teilnehmer*innen war sehr positiv und dank dank privater Spenderinnen und Spender sowie ProRetina e.V. und der Peter-Jensen-Stiftung konnten für den Deutsche Blindenführhunde e.V. insgesamt 2.653,- Euro eingenommen werden!

Wir freuen uns daher besonders über folgende Ankündigung:

Die 2. Lübecker Blinden- und Sehbehindertenführung findet am 17.11.2024 um 10:45 Uhr statt.

Treffpunkt ist das Modell auf dem Rathausmarkt.

Die Führung selbst ist kostenlos und freiwillige Spenden für dieses Event sollen dem DBFH zu Gute kommen.

Um Voranmeldung wird gebeten unter 0173 2326415 oder stephane.ullrich@uksh.de

Begleitmenschen und -hunde sind herzlich willkommen und ausdrücklich erwünscht!

Rufus sucht neues Zuhause

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Der junge und agile schwarze Labrador Retriever Rufus

Juli 2024

Der 7 Monate alte Labrador Rufus sucht ein neues Zuhause

Rufus (Amon from the Yello House) ist am 14.01.2024 geboren. Er ist ein agiler schwarzer Labrador Retriever, der bisher in einer hundeerfahrenen Patenfamilie aufgewachsen ist und eine sehr gute Grunderziehung genossen hat.

Die Hausstands Regeln beherrscht er anstandslos. Leider zeichnet sich jetzt schon ab, dass seine Hüfte den Anforderungen als Blindenführhund nicht genügen wird (ein Gutachten liegt vor). Er sucht deswegen ein dauerhaftes neues Zuhause. Auch wenn er sich normal bewegen kann, sollte er nicht täglich viele Treppen laufen müssen.

Sie sind der Meinung, Rufus findet bei ihnen das, was man sich als junger, agiler Hund wünscht?

Dann schreiben sie uns unter Rufus@dbfh.de

 

Falco sucht neues Zuhause

Zwei neue Vereinshunde: Willi und Nouri starten bei ihren Patenfamilien

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Nouri

Willi und Nouri – ein gelungener Start ins Vereinsleben

Wir freuen uns sehr, zwei positive Neuigkeiten aus dem Verein teilen zu können:
Unsere neuen Vereinshunde Willi und Nouri sind erfolgreich in ihr neues Leben bei ihren Patenfamilien gestartet.

Beide Hunde haben sich schnell eingelebt und zeigen bereits großes Interesse an ihrer Umwelt. Spielerisch sammeln sie erste Erfahrungen, die später für ihre Ausbildung wichtig sind – etwa das Anhalten am Bordstein oder das Reagieren auf erste Kommandos.

Enge Begleitung der Patenfamilien

Besonders schön ist zu sehen, mit wie viel Engagement und Freude die Patenfamilien Willi und Nouri begleiten. In kurzer Zeit sind starke Bindungen entstanden, und wir stehen mit allen Beteiligten in einem engen und vertrauensvollen Austausch. Diese Zusammenarbeit ist ein zentraler Baustein für die weitere Entwicklung unserer Vereinshunde.

Aktuelle Bilder von Willi und Nouri zeigen eindrucksvoll, wie wohl sich die beiden bei ihren Patenfamilien fühlen.

Welche Informationen euch künftig erreichen

Über diese Kanäle informieren wir euch kompakt und aktuell über:

  • unsere Vereinshunde
  • Veranstaltungen und Termine
  • die Suche nach Patenfamilien
  • die Vermittlung von Seniorenhunden
  • Themen wie die Verrentung von Hunden
  • weitere Entwicklungen und Projekte im Verein

Unser Ziel ist ein lebendiger, gut vernetzter Verein mit mehr Austausch, mehr Transparenz und einem starken Miteinander.

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Blindenführhund Falco erfolgreich in den Ruhestand vermittelt

Update: Juli 2024

Auch für Falco haben wir erfolgreich ein neues Zuhause gefunden

Falco hat ein neues Zuhause im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg gefunden. Wir wünschen ihm und seiner neuen Familie alles Gute.

Überwältigt von über 150 Bewerbungen, hat das Auswahlverfahren längere Zeit in Anspruch genommen und letztendlich zu einem optimalen Ergebnis geführt.

Wir danken allen Bewerbern und Bewerberinnen, die Falco ein neues Zuhause angeboten haben.

Mai 2024

Falco sucht ein neues Zuhause

Der schwarze Labradorrüde Falco, im Dezember 2013 geboren, sucht ein neues Zuhause. Falco ist ein ruhiger, freundlicher und ausgeglichener Blindenführhund der nun in den wohlverdienten Ruhestand gehen soll.

Er lebte die letzten 8 Jahre mit unterschiedlichsten Tieren wie z.B. Hühnern, Gänsen und Katzen, in einer dörflichen Umgebung zusammen.

Seine Arbeit als Blindenführhund, führte ihn fast täglich in eine Millionenstadt. Vielleicht ist es der krasse Unterschied zum Landleben, das es Falco besonders viel Spaß macht mit den ÖPNV unterwegs zu sein. Ob Bus, S- und U-Bahn oder PKW, Falco ist mit Begeisterung dabei. Egal ob Menschenmengen den Weg auf dem Bahnsteig versperrten oder es Gedrängel vor dem Fahrstuhl gab, Falco blieb ruhig und führte seinen Menschen sicher ans Ziel.

Vier Stunden am Tag für den Arbeitsweg plus den übrigen Führarbeiten, da findet es Falco richtig, das er dafür auch immer Leckerlies bekommen hat.

Zur Entspannung nach getaner Arbeit, liebt er einen Spaziergang durch den Wald, mit einem kleinen Abstecher in den See zum Baden.

Falco vertritt seine Rasse überzeugend beim Futtern und dem „will to please“. Er möchte immer dabei sein, bleibt aber auch allein Zuhause und wenn sein Mensch sich freut, wie brav er doch während der Abwesenheit war, gibt es sicherlich viel Lob.

Der gesunde Falco hat alle Eigenschaften, die man sich von einem wirklich souveränen Seniorhund erwünscht. Sie können ihn bedenkenlos mit in ihr Büro, Geschäft oder Restaurant nehmen.

Sie feiern gerne Sylvester? Falco feiert mit. Sie machen Sport? Falco macht ein Nickerchen. Sie laden sich gerne Gäste ein? Falco freut sich darauf und begrüßt alle persönlich!

Wir suchen für Falco ein liebevolles Zuhause. Haus und Garten sollten vorhanden sein.

Sie sind der Meinung, Falco findet bei ihnen das, was man sich als aktiver Seniorhund wünscht?

Dann schreiben sie uns unter Vermittlung@dbfh.de

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Neue Lübecker Stadtführung für Blinde und Sehbehinderte

Mai 2024

Außergewöhnliche Lübecker Stadtführung für Blinde und Sehbehinderte (und natürlich ihre Führhunde)

An einem windig-kühlen Apriltag stellte Frau Stephanie Ullrich, Assistentin des Klinikdirektors in der Augenheilkunde am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) zusammen mit Silke Stender, (beide zertifizierte Stadtführerinnen in Lübeck) ihr neuartiges Konzept zu einer Lübecker Stadtführung für Blinde und Sehbehinderte vor. Neben dem Vorsitzenden des Vereins Deutschen Blindenführhunde e.V. (DBFH) Andreas Schmelt, waren weitere Vereinsmitglieder, sowie einige andere Betroffene und auch eine Vertreterin der Lübecker Nachrichten mit dabei.

Die Tour begann am detailgetreuen Modell der Lübecker Innenstadt auf dem Markt, an dem die engen Gassen und Strukturen der Stadtentwicklung nicht nur gut erläutert wurden, sondern auch sprichwörtlich greifbar waren. Die Ohren aller Teilnehmer konnten nach einem kurzen Marsch über schiefe Stufen und holpriges Kopfsteinpflaster die außergewöhnliche Akustik in der Empfangshalle der Musikhochschule genießen. An der Brahms-Statue konnten die Menschen die klaren Konturen des Musikers erfühlen, während unsere treuen Begleiter Buddy, Ori und Ravi eine kleine Pause bekamen und auf der umliegenden Wiese eine Runde herumtollten und alle Büsche rundherum abschnüffelten.

Am gewaltigen Holstentor lernten die Teilnehmer der Führung den „Stein des Anstoßes“ kennen und besprachen ihre Wahrnehmung mit einem konstruktiven Feedback. Diese werden Stephanie Ullrich und Silke Stender zur Optimierung die Premierenführung am 2. Juni um 10:00 Uhr nutzen.

Interessierte für dieses empfehlenswerte und bemerkenswerte Erlebnis melden sich bitte unter sonderfuehrung@gmx.de oder telefonisch (0173 2326415) an. Der Treffpunkt ist das  Modell auf dem Rathausmarkt.

Die Führung selbst ist kostenlos und freiwillige Spenden für dieses Event sollen dem DBFH zu Gute kommen.

Internationaler Tag des Blindenführhundes

Blindenführhund im Geschirr
Blindenfuehrhund im Geschirr

Januar 2024

Ein besonderer Feiertag: Der 29. Januar ist der Internatonale Tag des Blindenführhundes

Der Verein Deutsche Blindenführhunde macht auf die Leistungen von Blindenführhunden aufmerksam und sucht Patenfamilien für seine Junghunde ab Frühjahr 2024.

Am 29. Januar erinnert der „Internatonale Tag des Blindenführhundes“ an eine gesellschatliche Errungenschaft, die vielen blinden und sehbehinderte Menschen ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht. Ein Blindenführhund ist ein lebendiger Autopilot, der seinem Menschen ein hohes Maß an Selbständigkeit und Sicherheit im öffentlichen Raum gibt, aber auch soziale Kontakte erleichtert und Vertrauter und Freund zugleich ist. Für erblindete Menschen macht ein Blindenführhund das Leben deutlich lebenswerter. Ein ausgebildeter Blindenführhund findet Ampeln, Eingänge, Zebrastreifen oder Briefkästen und reagiert auf etwa 40 unterschiedliche Hörzeichen.

Um die jungen Hunde auf ihre zukünftige Aufgabe als Blindenführhunde
vorzubereiten, benötigt es Liebe, Zeit und viel Einfühlungsvermögen – vor
allem im ersten Jahr bevor die Hunde in einer qualifizierten Hundeschule
aufgenommen werden. Der Verein Deutsche Blindenführhunde e.V. sucht
zur Betreuung seiner Junghunde zwischen der achten Lebenswoche und
dem zwölften Lebensmonat regelmäßig liebevolle, ehrenamtliche
Patenfamilien. Und auch in diesem Jahr nehmen wir den Internationalen
Tag des Blindenführhundes zum Anlass, um auf dieses Ehrenamt
hinzuweisen. Im März möchten wir die nächste Genaration von Junghunden
an verantwortungsvolle Paten übergeben.

Wer in der Region Berlin, Hamburg oder München wohnt und Pate eines
angehenden Blindenführhundes werden möchte, sollte seinen Schützling als
gleichwertiges Familienmitglied in seiner Wohnung aufnehmen.
Hundeerfahrung ist wünschenswert. Der Verein begleitet die Patenfamilien
das gesamte Jahr über mit Rat und Tat und unterstützt dieses wichtige
Ehrenamt auch finanziell. Interessierte wenden sich gern an die Bundesgeschäftsstelle des Verein Deutsche Blindenführhunde e.V. in Hamburg über pate@dbfh.de.

Drogeriemarkt dm spendet 400,00 Euro zur Unterstützung unserer Arbeit

Spendencheckübergabe DM Drogerie an Andreas Schmelt DBFH
Spendencheckuebergabe dm an den Verein

Juli 2023

Drogeriemarkt dm spendet 400,00 Euro zur Unterstützung unserer Arbeit

Kürzlich war der Verein Deutsche Blindenführhunde e.V. zu Gast beim 50. Geburtstag des Drogeriekonzerns dm in Nenndorf in der Nähe von Hamburg.
Unser Team hatte die Gelegenheit, sich der Öffentlichkeit vorzustellen und die Kunden einmal hautnah erleben zu lassen, was es heißt, sich in völliger Dunkelheit von einem Blindenführhund leiten zu lassen.

Blindenfuehrhunde Ravi und Simba

Ausgestattet mit einer blickdichten Maske und mit einem erfahrenen Hundeführer unseres Vereins an der Seite, konnten sich die Kunden vor und in der Filiale vom siebenjährigen Blindenführhund Simba leiten lassen. Er geleitete sie sicher um Ecken herum und zwischen engen Regalen hindurch und so konnten Groß und Klein den dm Markt, der ihnen bildlich bestens vertraut war, einmal aus der Perspektive eines Blinden mit Führhund kennenlernen.

Am Ende der Veranstaltung überreichte die Marktleitung dem Verein eine Spende von 400,00 Euro, für die wir uns hiermit herzlich bedanken! Insgesamt förderte dm in seinem Jubiläumsjahr nahezu 3.000 Projekte, die sich für eine bessere Zukunft stark machen.

Der junge Labrador Retriever Merlin sucht ein neues Zuhause!

Blonder Labrador Merlin
Merlin ist 16 Monate alt, temperamentvoll und clever

Update: Juni 2023

Auch für Merlin haben wir erfolgreich ein neues Zuhause gefunden!

Wir freuen uns für und mit dem temperamentvollen Merlin, der in Berlin eine tolle neue Familie und sogar einen eigenene Garten zum Spielen gefunden hat. An dieser Stelle danken wir allen Bewerbern und Bewerberinnen.

Mai 2023

Der junge Labrador Retriever Merlin sucht ein neues Zuhause!

Steckbrief:

“Hallo, ich bin Merlin, ein 30 kg schwerer, junger Labradorrüde, und eigentlich wollte ich Blindenführhund werden. Geboren bin ich im Januar 2022. Mein erstes Lebensjahr habe ich bei meiner Patenmama verbracht, die dafür gesorgt hat, dass ich meine Grundkommandos sicher beherrsche. Ich kann “Sitz”, “Platz” und “Bleib”, und warte auch artig, bis ich die Freigabe bekomme, mich über mein Futterherzumachen oder mir mein Spielzeug zu nehmen. Weil ich ein besonders cleveres Kerlchen bin, hat meine Patenmama auch schon ein paar spezielle Hörzeichen für Blindenführhunde mit mir geübt. Wenn erwünscht, kann ich also beispielsweise am Bordstein und an Treppen stehenbleiben oder der Person am anderen Ende der Leine zeigen wo sich eine Bank zum Hinsetzen befindet.

Ich liebe Menschen und Tiere gleichermaßen und habe anderen Hunden gegenüber ein tadelloses Sozialverhalten. Egal, was passiert, ich bin am liebsten mittendrin statt nur dabei, und meine Hundetrainer meinen, dass ich mich manchmal ein bisschen zu sehr auf meine Umwelt fokussiere, obwohl ich in meinem Job doch eigentlich gut auf meine blinde Person aufpassen müsste anstatt mich vom Geschehen um mich herum faszinieren und mitreißen zu lassen. Ich habe auch ganz schön viel Power, daher macht mir Spielen und Toben sehr viel Spaß. Meine Hundetrainer sagen, dass diese beiden Eigenschaften, also mein Aktivitätslevel und meine Umweltfokussierung, vielleicht nicht optimal für meine geplante Karriere als Blindenführhund sind, daher haben sie mich nun schweren Herzens aus dem Training genommen. Und sie haben ja Recht: am liebsten würde ich bei einer netten Familie wohnen, die viel Platz und vielleicht einen Garten hat, in dem ich mich nach Herzenslust verausgaben kann.

Meiner Patenmama war ich in unserer gemeinsamen Zeit stets ein treuer Begleiter. Ich bin ziemlich neugierig und am liebsten bin ich ihr einfach überall hin gefolgt und habe ihr bei allem zugeschaut. Aber auch wenn ich mich in Gesellschaft am wohlsten fühle, kann ich problemlos einige Zeit alleine zu Hause bleiben. 1-2 Stunden sind kein Thema, aber es geht auch mal für  5-6 Stunden, wenn es unbedingt sein muss. Am besten gibt man mir dann ein Kauspielzeug und ein paar Snacks, denn dann lasse ich auch ganz sicher alle Schuhe am Leben 🙂

Ich liege leidenschaftlich gerne in meiner Hundebox und schlafe dort auch bevorzugt. Man findet mich aber auch unter dem Tisch, wo ich mich gerne mal als Fußwärmer engagiere. Ich fahre auch gerne in besagter Hundebox im Auto mit und halte auch auf längeren Strecken ohne Beschwerden durch. Ein paar Mal bin ich auch schon im Bus und in der S-Bahn mitgefahren und habe mich dort sehr gut benommen. In einigen Restaurants war ich ebenfalls schon.

Ich bin natürlich stubenrein, und außerdem kastriert, geimpft und gechipt.

Wenn du dir vorstellen könntest, mir ein neues Zuhause zu geben und künftig dein Leben mit mir zu teilen, dann melde dich gerne.”

 

Schreiben sie uns unter Vermittlung@dbfh.de

 

Blonder Labrador Merlin
Blonder Labrador Merlin
Blonder Labrador Merlin
Blonder Labrador Merlin

Neues Zuhause für Strolchi gefunden!

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Blindenführhund Strolchi geht in den den Ruhestand

Update: Mai 2023

Strolchi hat ein neues Zuhause gefunden!

In der Kleinstadt Plön in Schleswig-Holstein kann Strolchi nun entspannt in den Ruhestand gehen. Wir wünschen ihm und seiner neuen Familie alles Gute und danken allen Bewerbern und Bewerberinnen, die Strolchi ein neues Zuhause angeboten haben.

 

März 2023

Der blonde Labrador Retriever Strolchi sucht ein neues Zuhause!

Strolchi hat am 28.01.2023 seinen zehnten Geburtstag gefeiert und soll nun in den wohlverdienten Ruhestand gehen.

Er hat seinem Herrchen viele Jahre treu gedient und ihn sicher durch das Leben in einer Großstadt geführt. Nun wird es Strolchi zu mühsam. Seine beginnende Arthrose zeigt ihm doch immer mehr die Grenzen auf. Auch das Großstadtgetümmel, stresst Strolchi. „Seine Konzentrationsfähigkeit, bei seiner Führarbeit, lässt stark nach… und dann wird es gefährlich“ sagt sein Herrchen.

Wir suchen für Strolchi ein liebevolles, ruhiges Zuhause. Gerne mit Garten, denn als echter Retriever liebt er das apportieren von Bällen und Frisbees (natürlich nur noch ein bisschen). Für entspannte Spaziergänge im Grünen oder ein Besuch auf der Hundewiese ist der fröhliche Strolchi immer zu haben.

Mit Artgenossen oder anderen Tieren hat er keine Probleme. Zum Beweis bringt er auch sein geliebtes Plüschschaf mit.

Selbstverständlich weiß Strolchi sich zu benehmen. Ob im Restaurant, öffentlichen Verkehrsmitteln, im Büro oder im Kaufhaus. Wenn sie es wollen, begrüßt er ihren Gegenüber auch gerne mit der Pfote und lässt sich ausgiebig streicheln.

Sie sind der Meinung, Strolchi findet bei ihnen ein neues liebevolles Zuhause als Familienhund?

Dann schreiben sie uns unter Vermittlung@dbfh.de

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